»The natural world is fast disappearing under the influence of human activity« Zitat von; Andrew S. Pullin (2010)

Fischotter (Lutra lutra) im Friesischen Naturgebiet Buitenveld

Gemeinsam mit einem Mitstudenten untersuche ich seit März 2014 die Fischotterpopulation in dem Friesischen Naturgebiet Buitenveld. Das Gebiet wird vom It Fryske Gea verwaltet und liegt in etwa dreizehn Kilometern Entfernung nordöstlich von Leeuwarden. Speziell für unsere Untersuchung haben wir beim It Fryske Gea eine Erlaubnis angefragt um auch Bereiche betreten zu dürfen die normalerweise gesperrt sind. Bei der Untersuchung richten wir uns auf drei Fragestellung. Diese sind:

    • Verbreitung des Fischotters innerhalb des Gebietes 
    • Habitat Nutzung und 
    • Diät des Fischotters

Verbreitung des Fischotters innerhalb des Gebiets

Anhand von spuren (Spraints) vom Fischotter die wir im Untersuchungsgebiet finden erstellen wir eine Karte mit den gefundenen Locations. Diese Karte soll die Verbreitung des Fischotters innerhalb des Gebietes wiedergeben. Die gefunden Locations (permanente Plätze) geben für die anderen beiden Untersuchungsfragen feste punkte vor die wir einmal Wöchentlich auf neue Spuren kontrollieren.

      

Habitat Nutzung

Zum bestimmen der Habitat Nutzung des Fischotters gehen wir einmal Wöchentlich ins Untersuchungsgebiet um nach neuen Spuren zu suchen. Anhand der Anzahl gefundener spuren pro permanenten Platz, die wir Wöchentlich aufnehmen, erstellen wir eine Karte die die Häufigkeit der gesamt gefunden Spuren pro Location wiedergeben soll. Hierdurch soll ein Muster erkennbar werden wie häufig jeder einzelne Platz aufgesucht wird und wozu dieser dient. Desweiteren soll eine Einschätzung darüber geben werden können welche Bereiche des Untersuchungsgebiets als Kernzonen oder Randzonen für den Fischotter dienen und ob diese auch in Abhängigkeit stehen zu landschaftlichen Strukturen.



Diät des Fischotters

Durch Analysen von Fischotter Spraints (Fäzes) die wir im Feld sammeln, möchten wir mehr erfahren über die Beutezusammenstellung und Beutegröße im Untersuchungsgebiet. Desweiteren wollen wir herausfinden wie sich diese Zusammenstellung über einen längeren Zeitraum verändert, entsprechend der Anzahl an verschiedenen Fischarten und deren Größe. Die verschiedenen Fischarten bestimmen wir anhand von Schuppen, Ololithen (Ohrsteine) oder anderen Beuteresten die als unverdaute Rückstände in den Spraints zu finden sind. Die Fischgröße und deren Gewicht bestimmen wir anhand der Otolithen, welche auch vereinzelt in Spraints zu finden sind.  

 Schuppe eines Flussbarsches (Perca fluviatilis)

Über den unten stehenden link gelangen sie zu einer Aufnahme die wir mittels einer aufgestellten Wildkamera vom Fischotter im Buitenveld machen konnten.